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Arusha Afrika - Frauengefängnis

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Seit meinem Freispruch am 11. Mai 2001 lebe ich in Deutschland, in meinem Heimatort Burbach (Siegerland).
Meine Tochter Mirella und die beiden Söhne aus der Ehe mit Cliff, Tell und Lachlan, sind bei mir und haben sich sehr gut in Deutschland eingelebt. Mein Sohn Lorne lebt zur Zeit noch bei meinem Ex-Mann Raoul in Arusha, er möchte aber, und das ist sein eigener Wunsch, ab Januar 2003 eine Internatschule in Südafrika besuchen.

Die Entscheidung, nach 38 Jahren in Afrika, in Deutschland zu leben, war richtig. Sie gibt mir die Möglichkeit, mein Leben neu aufzubauen und in Ruhe das Geschehene verarbeiten zu können. Zum letzteren hat das Schreiben meines Buches viel beigetragen. Außerdem halte ich es für wichtig, dass meine Kinder auch eine Möglichkeit haben, emotionell zur Ruhe zu kommen, an einem Ort, wo sie um mich keine Angst mehr haben müssen, ebenso meine Eltern.







Frühjahr 2002 in Burbach mit Mirella, Tell & Lachie
 

Ich werde oft gefragt: "Was machen Sie denn jetzt so?" Nun, in den ersten Monaten war ich natürlich sehr mit dem Buch beschäftigt. Und im Moment übersetze ich es ins Englische. Haus und Kinder halten mich auf Trab und ich genieße es, nach der langen Trennung viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Die Freizeit, die mir verbleibt, verbringe ich mit meiner Ölmalerei, die schon lange ein Hobby von mir ist. Ich merke aber, dass mich im Moment nur afrikanische Themen interessieren!

Persönlich habe ich von der Cameron Familie in Neuseeland nichts mehr gehört. Meine Mutter erhielt im Frühjahr einen Brief von meiner Schwiegermutter. Ohne ein Wort einer Entschuldigung über das, was sie ja ihrer Tochter angetan haben, wies sie darauf hin, dass meine Mutter als gute Christin ihnen nun den Zugang zu den Kindern zu gewährleisten habe. Wir haben diesen Brief offiziell durch unsere Anwältin beantworten lassen, die ihr erklärte, dass sie sich nach deutschem Recht diesen Zugang verspielt haben. Durch ihren Versuch, gegen mich ein Todesurteil durch Hängen zu erwirken, können sie nicht mehr nachweisen, "zum Wohle der Kinder" gehandelt zu haben. Ich habe ihnen allerdings eingeräumt, den Kindern schreiben zu dürfen.

Dass die Cameron Familie ihr Bestreben, mir zu schaden weiterhin nicht aufgibt, ist sicher. Ich erhielt im März einen Anruf aus Amerika. Der Mann stellte sich vor, er sei ein forensischer Experte, der erneut (nach meinem Freispruch!) beauftragt wurde, den Fall nochmals zu recherchieren. Sein Ergebnis, dass es sich bei dem Tod meines Mannes eindeutig um Selbstmord handelt, wurde von den Camerons als falsch und schlecht recherchiert zurückgewiesen. Seine Stellungsnahme hat er auf seiner Website www.alexanderjason.com veröffentlicht.

Gute Freunde meines Mannes waren im Juni 2002 in Neuseeland und wollten Cliff's Grab besuchen. Ich bat sie, von uns Blumen hinzulegen. Sie schrieben mir einen erschütterten Bericht - sie haben sein Grab nicht identifizieren können. Sein Name oder jeglicher Hinweis auf ihn sind von seinem Grab entfernt worden.

 



Mit Lorne